Kurayammi No Osore—Fear of the Dark

D21 Leipzig, 16. - 31. Oktober 2010


"Was uns am besten verteidigt und uns sichert und uns erhält und am meisten beschützt vor Unglück und Schaden: das ist die Angst."
In dieser Sentenze des italienischen Meisters des Manierismus Agnolo Bronzinos (1503-1572) kommt ein wesentlicher Antrieb zahlloser Leistungen der Menschheitsgeschichte, aber auch der Kultur- und Kunstgeschichte zum Ausdruck.
Die Angst entsteht im Kopf und führt nicht nur zu technologischen und zivilisatorischen Höchst- und Fehlleistungen, sondern sie gerinnt ebenso im kulturellen Gedächtnis zu modernen oder uralten Mythen. Die aktuelle D21/LAB-Ausstellung "Kurayami No Osore - Fear of The Dark" des Leipziger Künstlers Fabian Reimann versammelt Bilder und Mythen, in denen kollektive, unaussprechliche Ängste auferstehen. Ein Video, eine Videoskulptur und ein Bildessay erlauben Wiederbegegnungen mit bekannten Ungeheuern aus den Untiefen des Ozeans, einem radioaktiven Sauriermutanten und einem einäugigen Unhold.