200 Miles to Trinity
2009
Diese Arbeit konnte 2009 durch ein Stipendium des DAAD realisiert werden, zu deren Erläuterung einige Auszüge aus dem Konzept und Bericht
Aus dem Konzept für ein DAAD-Stipendium
Der Schwerpunkt meines Reisevorhabens liegt in dem Besuch der Städte Las Vegas, Los Alamos, Alamogordo und einer Autofahrt von einer zur anderen. Typologisch sind Los Alamos und Las Vegas Goldgräberstädten sehr ähnlich. Los Alamos wurde für das Manhattan Project gegründet.
Mich interessiert, wie sich die historischen Bedingungen in der Stadt durch ablesen lassen, über Verbots- und Hinweisschilder, über die Betriebe, Gastronomie, Ansichtskarten, Antiquariate, aber auch die Orte der wissenschaftlichen Einrichtungen.
Genauso wichtig ist die Teilnahme an diversen touristischen Erkundungen der Atomtestgebiete, Rundtouren, die inzwsichen von Dientleistern angeboten werden, zur Trinity Test Site und sonstigen Orten.
Immer wieder interessiert mich die Historisierung eines Ortes als Fluidum, also Historizität in Wechselbedingung zum Historisieren.
Mit dem Verlassen von Los Alamos stelle ich mir, Meile für Meile dessen Einzugsgebiete in ein Nichts zu verlassen, das sich - in der Vorstellung einer konzentrischen Strahlkraft von Orten - in die den Kreis um das Zentrum Las Vegas verlagert. Der Mittelpunkt der Reise mag räumlich über die Definition der Strecke die Schnittmenge die radialen Überlagerungen sein. und in der grössten Distanz zum Mittelpunkt der Streckenpunkte in der Wüste das denkbare Nichts, oder zumindest dessen Vorstellung, die sich in der Ortsvisite als Platz zeigen wird.
Der Abschluss der Reise wird in Las Vegas sein, einem synthetischen Ort, ein Ort des Spektakels, von dem aus Atomtests als genau solches, als Spektakel aus der Entfernung verfolgt wurden.









